Bei häuslicher Gewalt handelt es sich nicht um einen Streit auf Augenhöhe. Sie zeichnet sich durch die Absicht aus, die Partner*in zu dominieren und hierzu Gewalt als Mittel einzusetzen.
Erhöhte Gesundheitsbelastungen lassen sich bereits als Folge leichterer Formen häuslicher Gewalt feststellen und erreichen ein erhebliches Ausmaß in sogenannten Misshandlungsbeziehungen. Studien belegen, dass Frauen mit einem Gewalthintergrund 2,6-mal häufiger Einrichtungen der Gesundheitsversorgung aufsuchen als Frauen, die keine Gewaltbelastung haben.
„Medizinische Fachpersonen sind somit häufig erste Ansprechpersonen bei häuslicher und/oder sexualisierter Gewalt. Es ist wichtig unser Angebot in diesen Kreisen noch bekannter zu machen. Zusammen mit Ärzt*innen und Psychotherapeut*innen können wir Betroffenen effizienter helfen, ihren Weg in das lokale Hilfesystem bei Gewalt zu finden,“ so Cordula Trapp von der Beratungsstelle Frauennotruf.
In Kooperation mit dem Ärztlichen Kreisverband Starnberg wird Infomaterial an die niedergelassenen Allgemein Mediziner*innen, Gynäkolog*innen sowie Psychotherapeut*innen der Region versendet. Die Aktion soll die Wichtigkeit von medizinischen Fachpersonen in ihrer Schlüsselposition im Hilfesystem bei Gewalt verdeutlichen und über das Angebot der Beratungsstelle informieren.
Anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen am 25. November gibt es in München auch 2021 wieder ein umfangreiches und vielfältiges Programm mit 40 Veranstaltungen.
Organisiert und durchgeführt wird es von einem breitenAktionsbündnis von 46 beteiligten Organisationen, darunterHilfsorganisationen für Frauen, Mädchen und Jungen bei Gewalt, Frauen- und Mädchenprojekte, Netzwerke, Verbände, die Kath. Stiftungshochschule, den ZONTA Clubs, Parteien, sowie städtische Dienststellen, wie zum Beispiel die Gleichstellungsstelle für Frauen der Landeshauptstadt München.
Das vielfältige vierwöchige Veranstaltungsprogramm der Aktionswochen bietet neben dem Aufruf zur zentralen Demo, Informationsveranstaltungen, Performances, Frauencafés, Fortbildungen, Vorträge (online und präsent), sowie Workshops und die Aktion „Orange the city“.
Um die Lebensverhältnisse der Menschen zu verbessern und Missstände zu beseitigen, braucht es zu dem die gleichberechtigte Teilhabe und Repräsentanz der Geschlechter in der politischen Arbeit. Das politische Engagement von Frauen will die Gleichstellungsstelle im Landkreis Starnberg gerne anregen und unterstützen.
Wenn Sie die Aktion unterstützen möchten, können Sie die Postkarten über die Gleichstellungsstelle beziehen.
Wir haben die Filmpatenschaft für den Kinofilm „Wanda – mein Wunder“ übernommen.
Es handelt sich um ein spannendes und amüsantes Familiendrama über eine polnische Pflegekraft, die den Senior einer wohlhabenden Schweizer Familie betreut. Als Wanda schwanger wird, ist der Skandal groß, und schon bröckeln alle Fassaden. Nichts ist, wie es scheint, und dann kommt auch noch alles ganz anders. Ein anspruchsvolles, wunderbar boshaftes Vergnügen!
21. August 2021 um 10:30h im Kino Breitwand Starnberg, Wittelsbacherstraße 10, 82319 Starnberg
22. August 2021 um 11:30h, um 17:30h und um 20:30h im Kino Breitwand Gauting, Bahnhofplatz 2, 82131 Gauting.
Wir werden bei allen Veranstaltungen anwesend sein und die Arbeit der Beratungsstelle vorstellen. Wir freuen uns darauf, Sie im Publikum begrüßen zu dürfen.
Das Filmfestival findet vom 18 – 31. August 2021 statt. Hier können Sie das Programm für das FSFF 2021 einsehen und weitere Infos erhalten: www.fsff.de
Die Schauspielerin Birgit Minichmayr wurde am 21.08.2021 beim FSFF-Open Air Kino Abend mit dem Hannelore-Elsner-Preis geehrt.
Gemeinsam mit Klientinnen haben wir am Kunstprojekt „women in the dark“ teilgenommen.Die Eröffnung der Ausstellung findet in der Pinakothek der Moderne in München im Rahmen des „DENKRAUM DEUTSCHLAND feminin“ vom 2. – 10. Oktober 2021 statt.
Die türkische Regierung hat verkündet, aus der Istanbul-Konvention zum Schutz von Frauen vor Gewalt auszusteigen. Das aus mehreren NGOs bestehende Bündnis Istanbul-Konvention kritisiert diesen Schritt und hat eine Stellungnahme verfasst.
Auch unser Bundesverband (bff) kritisiert den Austritt der Türkei aus der Istanbul-Konvention scharf und fordert die Bundesregierung dazu auf, dem türkischen Präsidenten Erdogan klare Grenzen aufzuzeigen. Mit dem Austritt aus der internationalen Konvention verlieren die Frauen in der Türkei ein wichtiges gesetzliches Instrument, welches ihren Schutz vor Gewalt gewährleisten sollte.
Das Besondere an der Konvention ist, dass es unter anderem auch auf ein Diskriminierungsverbot aufgrund der „Geschlechteridentität“ und „sexuellen Orientierung“ hinweist. Somit bietet die Istanbul-Konvention auch LGBTIQ-Personen adäquaten Schutz vor Gewalt an. In seiner Begründung des überraschenden Austritts erwähnte Erdogan, dass die Konvention von einer Gruppe von Menschen dazu benutzt wird, „Homosexualität zu normalisieren“. Mit dem Austritt konterkariert Erdogan nicht nur die Errungenschaften der Frauenrechtsorganisationen, sondern auch die der LGBTIQ-Bewegung.
Das Recht auf ein gewaltfreies Leben darf den Frauen, Mädchen und LGBTIQ-Personen in der Türkei nicht über Nacht entzogen werden. Deutschland und die EU müssen die Türkei dazu auffordern, den Austritt wieder rückgängig zu machen und die Istanbul-Konvention konsequent umzusetzen.
Link zur Stellungnahme des Bündnisses Istanbul-Konvention:
Anlässlich des Weltfrauentages interviewte Jessica Schober von der Süddeutschen Zeitung die Fachberaterin Claudia Sroka. Das Interview vom 08.03.2021 finden Sie hier:
Zum Internationalen Frauentag am 8. März 2021 läuft eine Taschentuch-Aktion mit fünf Apotheken im Landkreis Starnberg. In der St. Nikolaus Apotheke und See Apotheke in Herrsching, der Aesculap-Apotheke in Starnberg, der Schloss-Apotheke in Seefeld, sowie der Bienenapotheke in Stockdorf werden Taschentuchpäckchen mit dem Slogan „Nase voll von Gewalt? Holen Sie sich Unterstützung!“ samt den Kontaktdaten der Beratungsstelle an die Einkaufenden verteilt.
In Deutschland ist jede dritte bis vierte Frau im Laufe ihres Lebens von häuslicher und/oder sexualisierter Gewalt – ausgeübt von ihrem (Ex-)Partner – betroffen. Unabhängig vom sozialen Status, kultureller Herkunft oder Alter kann es jede treffen. Gewalt gegen Frauen reicht von Beschimpfungen über Einschüchterungen und geht hin bis zu körperlichen Übergriffen und Vergewaltigung. Gewalt schädigt die körperliche und seelische Integrität einer Person. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) benennt Gewalt gegen Frauen als eines der größten Gesundheitsrisiken für Frauen und deren Kinder weltweit.
Mit der Aktion möchten wir auf die Situation von Frauen deren Kinder aufmerksam machen. Bitte unterstützen Sie Betroffene, in dem Sie aufmerksam sind, hinschauen und Unterstützung anbieten. Neben betroffenen Frauen unterstützen wir auch deren mitbetroffene Kinder, denn diese sind immer Leidtragende, selbst wenn sie keine direkte Gewalt erfahren.